Wahlen - Oktober 2019

Jetzt strahlen sie wieder doppelt, die Strassenlaternen. Des Nachts bestrahlen sie die Strasse und durch den Tag strahlen einem vom Laternenpfahl unzählige, ebenso freundliche Gesichter entgegen. Unbestritten, es ist Wahljahr! Was versprechen die vielleicht angehenden Politiker und Parteien nicht alles? Doch haben sie auch schon mal ein Anliegen oder Versprechen für die LGBT-Gemeinde auf einem dieser Plakate entdeckt? Ich jedenfalls nicht. Das Motto scheint grün zu sein. Für eine Saubere Umwelt, weniger CO2 Belastung, Flugticketabgabe, Greta - Streik. Für die Grünen und Grünliberalen kein Thema. Wird nun mein Flug nach Gran Canaria an den Gay-Strand wieder teurer? Und wenn es im Sommer immer heisser wird wie in den letzten Jahren, da freut sich sicher nicht nur die Bier-industrie - die aber auch wieder CO2 verursacht - Scheinbar.

Doch zurück zu den strahlenden Kandidaten an den Laternenmasten – oder sollte ich sagen Verbrechen am Laternenpfahl? Damit meine ich nicht Asco, mein Hund, der unbeeindruckt das Bein an einem solchen Pfahl hebt. Ist nun auch Blau das neue Grün? Wie schnell kann man doch die Farbe wechseln um Wähler zu gewinnen. Oder wo zum Beispiel sind Diejenigen mit der orangen Farbe, machen die wirklich nur digitalen Wahlkampf? Die, denen die Familie über alles geht. Doch unsere Art Familie, zählt bei den Orangen scheinbar nicht. Dass die Gelben einen langweiligen Wahlkampf machen, sagen sie ja selber. Dass diese Partei einen ganz netten schwulen Jungpräsidenten haben, verschweigen sie. Ich meine nicht die Gelben, die ganz fromm sind, die lasse ich mal aussen vor. Und dass die Partei mit der Sonne im Logo, diese kaum mit dem Regen-bogen ersetzen wird, dürfte auch klar sein. Die haben ja auch die Farbe grün im Logo, sehen aber meistens schwarz. Gibt es eigentlich Schwule oder Lesben oder sogar Trans-menschen in dieser Partei? Es gibt sie, ja – nach neusten Erkenntnissen schweizweit an die sechzig Mitglieder. Bei der Partei mit der roten Farbe ist es ja klar, die hatten vor Jahren einen schwulen Nationalratspräsidenten, der sich öffentlich dazu bekannte.

Nun, frage ich mich schon: Wen soll ich denn nun wählen? Soll ich mich treiben lassen und den hübschen Männern, die mir auf den Fotos gefallen, meine Stimme geben? Oder soll ich nun mühsame Recherche betreiben, wer denn nun lesbisch, schwul, trans oder LGBT freundlich gesinnt ist und die Anliegen in den Räten vertritt? Vielmehr scheint mir der Genderkampf in vollem Gang zu sein. Die Klimadebatte donnert ungebremst übers Land, Themen wie der Vaterschaftsurlaub
nehmen Überhand, kurzzeitig flackert die Ehe für alle auf. Dank einem Bieler Stadtrat sieht die eine Partei vielleicht doch nicht so schwarz wie sonst, wo andere etwa von orangen zu roten Köpfen mutieren. Sind diese Politiker, die sich jetzt stark machen, wirklich wählbar? Mein Kopf beginnt zu rauchen und ich sehe schwarz – obwohl ich keineswegs mit dieser schwarzsehenden Partei sympathisiere, auch wenn sie ein paar hübsche Bauernkerle in ihren Reihen haben.

Irgendwie hat mich das Feuer noch nicht gepackt. Der mediale Kampf steht noch bevor und viele, sehr viele strahlende Köpfe werden frei Haus geliefert. Wer wirklich anpacken sollte, sind wir! Wir haben es in der Hand um zu schauen, dass Versprechen nicht blosse Versprechen bleiben. Dass das Strahlen an den Laternen nach den Wahlen nicht nur nachts zu finden ist. Also Freunde, geht wählen!



Aargay
von Männern - für Männer
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